Pietro Antonio Lorenzoni: Leopold Mozart, Porträt, um 1765, Ölgemälde

Jean Baptist Delafosse nach Louis Carrogis de Carmontelle: Vater Mozart musiziert mit seinen Kindern, 1764

H. Koch: Mozart sechsjährig in Schönbrunn, von Erzherzog Josef dem Kaiserpaar vorgestellt, Xylografie nach dem Gemälde von E

Erzherzogin Maria Antonia, spätere Königin Marie Antoinette von Frankreich

Eusebius Johann Alphen: Wolfgang und Nannerl, Miniatur auf Elfenbein, um 1765

Wolfgang Amadeus Mozart mit dem Diamantring, anonymes Ölgemälde, um 1775

Vicente de Paredes: Mozart vor Mme. Pompadour, Xylografie

Wolferl und Nannerl bei Hof

Pietro Antonio Lorenzoni: Leopold Mozart, Porträt, um 1765, Ölgemälde

Jean Baptist Delafosse nach Louis Carrogis de Carmontelle: Vater Mozart musiziert mit seinen Kindern, 1764

H. Koch: Mozart sechsjährig in Schönbrunn, von Erzherzog Josef dem Kaiserpaar vorgestellt, Xylografie nach dem Gemälde von E

Erzherzogin Maria Antonia, spätere Königin Marie Antoinette von Frankreich

Eusebius Johann Alphen: Wolfgang und Nannerl, Miniatur auf Elfenbein, um 1765

Wolfgang Amadeus Mozart mit dem Diamantring, anonymes Ölgemälde, um 1775

Vicente de Paredes: Mozart vor Mme. Pompadour, Xylografie

Ein Wunderkind am Wiener Hof: Wolferl und Nannerl Mozart verzaubern die habsburgische Familie und werden mit kostbaren Kleidern entlohnt.

Pietro Antonio Lorenzoni: Leopold Mozart, Porträt, um 1765, Ölgemälde

Jean Baptist Delafosse nach Louis Carrogis de Carmontelle: Vater Mozart musiziert mit seinen Kindern, 1764

H. Koch: Mozart sechsjährig in Schönbrunn, von Erzherzog Josef dem Kaiserpaar vorgestellt, Xylografie nach dem Gemälde von E

Erzherzogin Maria Antonia, spätere Königin Marie Antoinette von Frankreich

Eusebius Johann Alphen: Wolfgang und Nannerl, Miniatur auf Elfenbein, um 1765

Wolfgang Amadeus Mozart mit dem Diamantring, anonymes Ölgemälde, um 1775

Vicente de Paredes: Mozart vor Mme. Pompadour, Xylografie

Auch wenn im 18. und 19. Jahrhundert der Adel und später das Bürgertum immer mehr die Mäzenatenrolle für MusikerInnen übernahmen und die größten Fortschritte der Musikgeschichte abseits der Höfe stattfanden, übten diese noch lange eine enorme Anziehung auf KünstlerInnen aus. Daher ließ der ehrgeizige Leopold Mozart – der als fürsterzbischöflich salzburgischer Hofviolinist und Hofkompositeur früh das Talent seiner Kinder erkannt hatte – Wolfgang und Maria Anna am Kaiserhof vorspielen, um sie als „Wunderkinder“ berühmt zu machen.

Die zehnjährige Maria Anna und der erst sechsjährige Wolfgang spielten am 13. Oktober 1762 im Spiegelsaal des Schlosses Schönbrunn vor der kaiserlichen Familie: Maria Theresia, Franz Stephan und zwölf Erzherzoge und Erzherzoginnen lauschten ihrem Vortrag auf Klavier und Geige. Anekdoten besagen, dass die Mozart-Kinder nach dem Konzert mit den Kaiserkindern spielten und durch den Spiegelsaal tollten. Wolfgang rutschte dabei aus, wurde von der Erzherzogin Marie Antoinette aufgefangen und kündigte ihr angeblich an, sie zu heiraten, wenn er groß sei. Leopold Mozart berichtete über den weiteren Verlauf des Besuchs bei der Kaiserin in einem Brief nach Salzburg: „Der Wolferl ist der Kaiserin auf den Schoß gesprungen, hat sie um den Hals bekommen und rechtschaffen abgeküsst.“
Wolfgang und Nannerl bekamen für ihren Auftritt nicht nur 100 Golddukaten (450 Gulden, ein Pferd kostete etwa zehn, ein einfacher Reisewagen etwa 60 Gulden) als Honorar, sondern auch kostbar bestickte Galakleider, die vorher den Kindern Maria Theresias gehört hatten – am Kaiserhof war es damals üblich, abgelegte Kinderkleider an Untergebene zu verschenken.

Eine ähnliche Szene wie mit der Kaiserin ereignete sich wenig später bei einem Aufenthalt der Mozarts in Paris. Sie musizierten vor der mächtigen Geliebten des Königs Ludwig XV., Madame Pompadour. Wiederum soll Wolfgang versucht haben, der Dame ein „Busserl“ zu geben, womit er viele vornehme Damen entzückt hatte – doch diese reagierte abwehrend. Solche Ablehnung anscheinend nicht gewöhnt, soll Wolfgang auf Deutsch (was die Pompadour nicht verstand) verkündet haben: „Wer ist die da, dass sie mich nicht küssen will? Hat mich doch die Kaiserin geküsst!“

Julia Teresa Friehs