Wolfgang Köpp von Felsenthal: General Laudon zu Pferd, Mitte 18. Jahrhundert

Besser ein mittelmäßiger Frieden als ein glorreicher Krieg

1741–1814

Das 18. Jahrhundert war eine sehr kriegerische Zeit mit intensiver habsburgischer Beteiligung: Zirka 60 Prozent der Zeit von 1700 bis 1815 führten die Habsburger Kriege. Krieg war ein wesentlicher Bestandteil des Absolutismus, er wurde als legitimes Mittel „zum Wohle des Staates“ gerechtfertigt. Joseph II. etwa war zwar grundsätzlich auf Sparsamkeit bedacht, hohe Ausgaben für die Armee waren für ihn jedoch kein Widerspruch dazu. Leopold II. meinte gar über seinen Bruder Joseph, dieser habe die Armee für „das einzige wichtige für den Staat“ gehalten.

Die den Habsburgern angedichtete Friedensliebe wird besonders mit der Person Maria Theresias verknüpft. Die vielen Kriege während ihrer Regentschaft widersprechen jedoch einer solchen Verherrlichung. Diese Konflikte werden oft als von außen aufgezwungen dargestellt: Inmitten der europäischen (männlichen) Herrscher sitzt Maria Theresia in solchen (Sprach-)Bildern als friedliche Mutterfigur fest im Sattel und trotzt den Angriffen.

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