Nachbildung der Mariensäule vom Platz "Am Hof" in Wien - Pietas Austriaca 1551–1739

Die Marienverehrung war eines der Hauptelemente der „Pietas Austriaca“, der in der Barockzeit zur Haupttugend der Dynastie stilisierten Frömmigkeit der Habsburger. 1645 gelobte Kaiser Ferdinand III. angesichts der drohenden Gefahr durch die heranrückenden Schweden eine Mariensäule am Platz „Am Hof“ in Wien zu errichten. Diese wurde 1667 durch die noch heute dort befindliche Säule aus Bronzeguss ersetzt. In den Jahren 1675-1678 ließ Leopold I. vom Augsburger Goldschmied Philipp Küsel eine 129 cm hohe Nachbildung aus vergoldetem Silber anfertigen, die mit über 3.000 Edelsteinen und Perlen besetzt sowie mit Emailmalerei verziert ist.

 

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