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Gegen Türken und Franzosen
Habsburgs Feinde in Ost und West
1453–1739

Die Konflikte mit den Nachbarn im Westen und Osten bestimmten mehrere Jahrhunderte lang die Politik des Habsburgerreiches: Im Westen war Frankreich der große Konkurrent um die Vorherrschaft in Europa. Diese „Erbfeindschaft“ trugen die beiden katholischen Mächte mit voller Härte aus.

Im Osten wurde das Osmanische Reich ein zunächst unbesiegbarer Gegner. Im 15. Jahrhundert kamen erste osmanische Streifscharen in habsburgisches Gebiet und eröffneten die lange „Türkenzeit“. Erst nachdem die Türken 1683 Wien zum zweiten Mal belagert hatten, begann eine erfolgreiche habsburgische Offensivphase. Schließlich konnten die Osmanen aus Ungarn verdrängt werden. Lange Zeit wurde der Krieg gegen das Osmanische Reich als Kampf gegen „Ungläubige“ propagiert. Erst im 18. Jahrhundert nahmen diese religiösen Motive ab.

Neben den Feindschaften mit Franzosen und Osmanen hatten die Habsburger mit zahlreichen internen Konflikten zu kämpfen. Vor allem in Ungarn kam es häufig zu Aufständen.

 

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