Jacques-Louis David: Napoleon am St. Bernhard, 1802/1803

Europäische Einigung à la Napoleon

1789–1821

Um das Jahr 1800 war ein Großteil Europas im Ausnahmezustand: Napoleon Bonaparte, ein Mann von kleiner Statur, aber großer Wirkung, bestimmte zwei Jahrzehnte lang die europäische Politik. Aus heutiger Sicht fanden am Ende des 18. Jahrhunderts entscheidende Umbrüche in Europa statt: die Industrielle und die Französische Revolution. Diese wirtschaftlichen und politischen Veränderungen verliefen oft widersprüchlich, ungleichzeitig und auch ungewollt. Das Bürgertum hatte als „dritter Stand“ wesentlichen Anteil und gilt als Träger der Neuerungen, aber auch manche Adelige waren den Umbrüchen gegenüber aufgeschlossen.

Die Invasion der Revolutionsheere unter Napoleon brachte das europäische Staatengefüge um 1800 durcheinander. In dieser Zeit der großen Wirren fanden Schlachten neuen Ausmaßes statt, die Kriege forderten hohe Opferzahlen unter Soldaten und Zivilbevölkerung. Die Habsburger nahmen als Herrscher und militärische Befehlshaber an diesen Kämpfen gegen Napoleon teil. Das Ergebnis nach über 20 Jahren Krieg war die Rückkehr zur alten Ordnung.

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