Hans Ulrich Franck: Ein Reiter, von zwei Soldaten mit Äxten attackiert, Radierung, 1643

Der Dreißigjährige Krieg

Vom böhmischen Aufstand zum europäischen Flächenbrand

1617–1648

Große Teile des Adels wurden im 16. Jahrhundert protestantisch. Daher betonten die Habsburger auch aus politischen Gründen ihren Katholizismus. 1618 kam es zum Aufstand evangelischer Adeliger in Böhmen gegen die kompromisslose habsburgische Herrschaft. Dieser Aufstand eröffnete eine lange Serie von Kriegen, die erst drei Jahrzehnte später durch den Westfälischen Frieden beendet wurden. Nach dem Sieg über die protestantischen Adeligen in der Schlacht am Weißen Berg bei Prag wurden in den böhmischen und österreichischen Ländern alle christlichen Religionen außer dem Katholizismus verboten. Der Krieg erfasste weite Teile Europas. Die unterschiedlichen Konflikte und Kriegshandlungen wurden im Nachhinein mit dem Begriff „Dreißigjähriger Krieg“ zusammengefasst. Die Konfliktlinien wurden in diesen 30 Jahren immer diffuser, die Brutalität stieg – die Bevölkerung litt enorm. Am Ende des Krieges waren riesige Bevölkerungsverluste zu verzeichnen.

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