Prospect der kayserlichen Burg, 17. Jahrhundert, Kupferstich

Georg Matthäus Vischer: Die Kayserliche Burg zu Wienn, Kupferstich aus: Topographia archiducatus Austriae inferioris modernae, 1672

Stadtpalais Liechtenstein, 1694–1706 von Domenico Martinelli errichtet

Bernardo Bellotto: Das Gartenpalais Liechtenstein, Gartenseite, Öl auf Leinwand

Johann Bernhard Fischer von Erlach: Winterpalais Prinz Eugen

Gartenseite des Palais Trautson, um 1715, Kupferstich von Delsenbach nach J. B. Fischer von Erlach

Salomon Kleiner: Palais Kinsky (vormals Daun), um 1720, von Lucas von Hildebrandt errichtet

Palais Kinsky (ehemals Daun), 1716, Stich von Heckenauer nach J. Luk. Hildebrandt, 1713–1716 von Lucas von Hildebrandt erric

Carl Schütz: Schloss Belvedere, kolorierter Stich

Oberes Belvedere, 1721–1722 von Lucas von Hildebrandt errichtet, Fotografie

Ein Haus im Grünen

Prospect der kayserlichen Burg, 17. Jahrhundert, Kupferstich

Georg Matthäus Vischer: Die Kayserliche Burg zu Wienn, Kupferstich aus: Topographia archiducatus Austriae inferioris modernae, 1672

Stadtpalais Liechtenstein, 1694–1706 von Domenico Martinelli errichtet

Bernardo Bellotto: Das Gartenpalais Liechtenstein, Gartenseite, Öl auf Leinwand

Johann Bernhard Fischer von Erlach: Winterpalais Prinz Eugen

Gartenseite des Palais Trautson, um 1715, Kupferstich von Delsenbach nach J. B. Fischer von Erlach

Salomon Kleiner: Palais Kinsky (vormals Daun), um 1720, von Lucas von Hildebrandt errichtet

Palais Kinsky (ehemals Daun), 1716, Stich von Heckenauer nach J. Luk. Hildebrandt, 1713–1716 von Lucas von Hildebrandt erric

Carl Schütz: Schloss Belvedere, kolorierter Stich

Oberes Belvedere, 1721–1722 von Lucas von Hildebrandt errichtet, Fotografie

Lange Zeit stagnierte die profane Architektur. Das änderte sich mit Ende der Zweiten Türkenbelagerung, als Wien einen wahren Bauboom erlebte.

Prospect der kayserlichen Burg, 17. Jahrhundert, Kupferstich

Georg Matthäus Vischer: Die Kayserliche Burg zu Wienn, Kupferstich aus: Topographia archiducatus Austriae inferioris modernae, 1672

Stadtpalais Liechtenstein, 1694–1706 von Domenico Martinelli errichtet

Bernardo Bellotto: Das Gartenpalais Liechtenstein, Gartenseite, Öl auf Leinwand

Johann Bernhard Fischer von Erlach: Winterpalais Prinz Eugen

Gartenseite des Palais Trautson, um 1715, Kupferstich von Delsenbach nach J. B. Fischer von Erlach

Salomon Kleiner: Palais Kinsky (vormals Daun), um 1720, von Lucas von Hildebrandt errichtet

Palais Kinsky (ehemals Daun), 1716, Stich von Heckenauer nach J. Luk. Hildebrandt, 1713–1716 von Lucas von Hildebrandt erric

Carl Schütz: Schloss Belvedere, kolorierter Stich

Oberes Belvedere, 1721–1722 von Lucas von Hildebrandt errichtet, Fotografie

Die weltliche Architektur des 17. Jahrhunderts konnte im Vergleich zur Blüte der österreichischen Kloster- und Kirchenbauten nur wenige Neubauten vorweisen. Nach der Vollendung der Amalienburg Anfang des 17. Jahrhunderts gab es in Wien fast ein halbes Jahrhundert lang keinen bemerkenswerten Palastbau. Erst nach dem Dreißigjährigen Krieg kam es langsam wieder zu profaner Bautätigkeit.

Kaiser Leopold I. ließ die beiden getrennten Hofburggebäude, die mittelalterliche Burg des 13. Jahrhunderts und die Amalienburg, ab 1660 durch einen repräsentativen Trakt verbinden, der in seiner gleichförmigen Achsenreihung (ohne Betonung einer Zentralachse wie später im Hochbarock) ein typisches Beispiel frühbarocker Palastarchitektur darstellte.

Nach der Zweiten Türkenbelagerung 1683 begann in Österreich kunstgeschichtlich eine neue Epoche: Die Türken waren nun so weit zurückgeschlagen, dass die Gefahr als gebannt galt. Wien erlebte einen enormen wirtschaftlichen und künstlerischen Aufschwung. Der Anspruch als Residenzstadt des Kaisers machte sich in Architektur und bildender Kunst bemerkbar. Die weitreichenden Zerstörungen durch die Türkenbelagerung stellten zudem eine Chance für tiefgreifende Modernisierungen dar – ein Bauboom sondergleichen folgte. Nun konnten auch außerhalb der schützenden Stadtmauern Lusthäuser und Gartenpalais angelegt werden, die dort von der Zerstörung durch Kriegshandlungen sicher schienen. In Wien war eine Vielzahl vorwiegend italienischer Architekten tätig, zu denen Domenico Martinelli zählte, der für die Familie Liechtenstein sowohl ein Stadt- als auch ein Gartenpalais errichtete.

In weiterer Folge konnten sich auch einheimische Architekten bei der Auftragsvergabe durchsetzen und erlangten dabei großen Einfluss.

Julia Teresa Friehs