Das Denkmal des Kaisers Maximilian von Mexiko in Hietzing bei Wien, Xylografie, um 1890

Blick auf das Schloss Miramare, Aquarell, 19. Jahrhundert

Auf Spurensuche: Maximilian von Mexiko

Das Denkmal des Kaisers Maximilian von Mexiko in Hietzing bei Wien, Xylografie, um 1890

Blick auf das Schloss Miramare, Aquarell, 19. Jahrhundert

Das tragische Scheitern als Kaiser von Mexiko hat Maximilian einen besonderen Platz im historischen Bewusstsein der Nachwelt gesichert.

Das Denkmal des Kaisers Maximilian von Mexiko in Hietzing bei Wien, Xylografie, um 1890

Blick auf das Schloss Miramare, Aquarell, 19. Jahrhundert

In seiner Geburtsstadt Wien findet man Maximilians Denkmal am Hietzinger Pfarrplatz im 13. Wiener Gemeindebezirk. 1871 enthüllt, entstand das Denkmal nach seinem Tod und wurde von der (damals noch eigenständigen) Ortsgemeinde Hietzing errichtet, um an den Erzherzog als Förderer der Gemeinde zu erinnern.

Maximilian hatte eine besondere Beziehung zu Hietzing. Er bekam 1850 ein Grundstück an der Westseite des Schönbrunner Parks zur persönlichen Verfügung gestellt. Bald darauf ließ er dort seine Privatresidenz errichten, für die sich der Name „Villa Maxing“ einbürgerte. Bis heute heißt der Bezirksteil entlang der Westseite des Schönbrunner Schlossparks „Maxing“ und erinnert an Maximilian.

Maximilians Wohnsitz war eine villenartige Anlage im „alpenländischen Stil“ – oder was man damals darunter verstand. Es handelte sich um ein Landhaus mit viel Holz, das über umlaufende Balkone, Fensterläden und breite Schindeldächer verfügte, die entfernt an die Bautradition der Alpenländer erinnerten. Typisch für diesen Bau im Geschmack der Romantik war die reiche Gestaltung mit Aussichtstürmchen, verzierten Giebeln und einer rustikal-ländlichen Einrichtung samt Trinkstube und einem Herrenzimmer, das üppig mit Jagdtrophäen und Waffen dekoriert war. An der Planung der Anlage war Maximilian persönlich beteiligt und versuchte sich als Dilettant in der Architektur.

Die Villa war von einem botanischen Garten bzw. Alpengarten umgeben, der unmittelbar an den Tiroler Garten des Schönbrunner Schlossparks angrenzte. Später übergab Maximilian den Park als Geschenk an die Gemeinde Hietzing mit der Auflage, das Areal öffentlich zugänglich zu machen. Die Villa wurde später ebenfalls an die Gemeinde verkauft und schließlich 1955, als baufällig und nicht erhaltenswert eingestuft, abgerissen. Nur die Fundamente sind erhalten. Die Wetterfahne, die einst eines der Türmchen der Villa schmückte, findet sich im Bezirksmuseum.

Ein eigenes kleines Museum ist Maximilian von Mexiko im niederösterreichischen Ort Hardegg (nahe dem Nationalpark der Thaya-Auen) gewidmet, wo in der Burgruine ein Gedenkraum eingerichtet ist.

Das Heeresgeschichtliche Museum Wien widmet dem Andenken des ehrgeizigen, aber letztlich erfolglosen Kaiserbruders einen Saal mit Schwerpunkt auf seine Tätigkeit in der k. u. k. Marine.

Die beeindruckendste Stätte, die mit Maximilian von Mexiko in Verbindung steht, ist sein Schloss Miramare bei Triest.

Martin Mutschlechner