"Der Kuchen der Könige", Karikatur, 1815

(Mittel-)Europa ordnen

1814–1918

Napoleon musste weg – und Europa musste nach den Napoleonischen Kriegen neu geordnet werden. Der Zeitraum vom Wiener Kongress 1814/15 bis zum Untergang der Monarchie 1918 war geprägt durch eine Reihe von politischen und gesellschaftlichen Umbrüchen. Im Gefolge der Französischen Revolution und der Napoleonischen Kriege waren die konservativen europäischen Großmächte darauf bedacht, ihre Macht wiederherzustellen und zu festigen. Dazu schlossen sie „heilige“, aber wenig Heil bringende Bündnisse. Die „Restauration“ äußerte sich in einer Reihe von gewaltsamen Niederschlagungen von Auseinandersetzungen. Forderungen der Bevölkerung nach mehr Mitspracherecht wurden von den Herrschern unterdrückt. Die Konflikte fanden in der Revolution von 1848 einen Höhepunkt: Wiederum ausgehend von Frankreich entluden sich in diesem Jahr an vielen Orten Europas die Spannungen zwischen grundlegend gegensätzlichen Weltbildern. Große Teile der Bevölkerung kämpften gegen das „System Metternich“. Der Ausgleich mit Ungarn von 1867 war eine der letzten großen Umformungen der von den Habsburgern beherrschten Länder. Im Ersten Weltkrieg ging die Monarchie der Habsburger zu Ende.

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