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Bei Krämern lernt man kaufen
Handel in der Frühen Neuzeit
1500–1648

Handel lief in der Frühen Neuzeit auf verschiedenen regionalen Ebenen ab. Auf lokalen Märkten und Wochenmärkten, die mehrmals in der Woche stattfanden und von Handwerkern und der bäuerlichen Bevölkerung beliefert wurden, deckten sich die Menschen mit Lebensmitteln und Gütern des täglichen Bedarfs ein. Eine wichtige Rolle spielten Tandelmärkte, auf denen es gebrauchte Waren zu kaufen gab. WanderhändlerInnen waren durch ganz Europa unterwegs und boten ‚entbehrliche‘, aber wichtige Konsumgüter wie Hausrat, Bücher und Schmuck an. Die seit dem Mittelalter europaweit stattfindenden Messen und Jahrmärkte waren vor allem auch für Großhändler von Interesse. Seit dem 17. Jahrhundert versuchten zahlreiche europäische Staaten, einen Überseehandel nach dem Vorbild der Niederlande mittels Handelskompanien zu organisieren.

 

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