Federkopfschmuck, um 1520

Herkunft und Verwendung des aztekischen Federschmucks sind ungeklärt. Lange Zeit wurde vermutet, es handle sich dabei um ein Objekt, das im Zuge der spanischen Eroberung Mexikos durch Hernán Cortés 1519 nach Europa an den Hof Kaiser Karls V. gekommen war. Bekanntheit erlangte der Schmuck als „Federkrone des Montezuma“, da angenommen wurde, der Kopfschmuck habe als Hoheitszeichen des aztekischen Souveräns Moctezuma (spanisch auch Montezuma) gedient, Herrscher über das Reich der Azteken von 1502 bis 1520. Die erste gesicherte Erwähnung des vorliegenden Objekts datiert von 1596 auf einer Inventarliste der Kuriositätensammlung Erzherzog Ferdinands von Tirol auf Schloss Ambras. Heute ist die „Federkrone“ eines der bekanntesten Objekte des Museums für Völkerkunde in Wien. Immer wieder wird eine Rückgabe an Mexiko diskutiert, zuletzt beschäftigte sich das österreichische Parlament im November 2009 damit.