"Schluss der Ausstellung", Karikatur in der Zeitschrift Kikeriki anlässlich der Weltausstellung, 30. Oktober 1873

Von Finanzwächtern, Sparfreudigen und Selbstmördern

Habsburger und Staatsfinanzen

1815–1913

Die Habsburgermonarchie war stets knapp bei Kasse: Gefüllt wurde sie durch Steuern und private Banken. Die Habsburger mussten sich nicht nur um persönliche Geldangelegenheiten kümmern. Als Herrscher trugen sie auch Mitverantwortung für den Staatshaushalt, also die Ausgaben und Einnahmen der Monarchie. Die Gründungen des Finanzministeriums und der Nationalbank sollten helfen, den Staatshaushalt besser zu kontrollieren. Während die finanzielle Situation in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zumeist angespannt war, erlebte die Monarchie während der Gründerzeit (ca.1850 bis 1873) einen Wirtschaftsboom. Der „schwarze Freitag“, der Börsenkrach 1873, beendete diesen Boom vorerst.

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