Konzept für ein Familienbildnis von Ferdinand III.:

Der Kaiser erscheint als Jupiter auf dem Adler sitzend, auf der Erden, [in] der Rechten einen Olivenzweig, in der Linken sein fulmen haltend und mit Lorbeer gekrönet, so mein Contrafät seyn könnte. Aus dem Himmel die zwey verstorbenen Käyserinnen als Juno und Ceres, die eine Reichtümer und die andere Fruchtbarkeit ihm offerirend. Die Königin aus Spanien als Minerva, die Streitrüstung und Kunst praesentirend. Bellona, die jetzt regirende Römische Kayserin, die Militarische Instrumenta ihm unter die Füße werfend. Erzherzog Leopold Wilhelm in forma Martis, auch die Instrumenta bellica untergebend. Der römische König in forma Apollinis, mit den musikalischen Instrumenten. Mein kleiner Sohn forma Amoris, doch bekleidter, den Köcher und Bogen anpraesentirend.

Den Auftrag für das hier beschriebene Familienporträt, das nur mehr in einem Stich von Franciscus van den Steen erhalten ist, bekam der Maler Joachim von Sandrart 1653. Das Konzept für das Gemälde, in dem die kaiserliche an die Stelle der olympischen Familie gesetzt wird, stammte von Kaiser Ferdinand III. persönlich.