Joachim von Sandrart in seiner Schrift „Teutsche Academie der Edlen Bau-, Bild- und Mahlerey-Künste“ über das Schicksal der Künstler in Zeiten des Krieges:
Die Königin Germania sahe ihre mit herrlichen Gemälden gezierte Paläste und Kirchen hin und wieder in der Lohe auffliegen, und ihre Augen wurden von Rauch und Weinen dermaßen verdunkelt, daß ihr keine Begierde oder Kraft übrig bleiben konnte, nach dieser Kunst zu sehen, von welcher nun schiene, daß sie in eine lange und ewige Nacht wollte schlaffen gehen. Also geriethe solche in Vergessenheit, und diejenige, so hiervon Beruff macheten, in Armut und Verachtung: daher sie das Pollet fallen liesen, und anstatt des Pinsels den Spiss oder Bettelstab ergreiffen musten, auch vornehme Personen sich schämeten, ihre Kinder zu so verachteten Leuten in die Lehre zu schicken.



