Kriegsspiel, um 1914
Kriegsspiel, um 1914
Druckversion

Krieg und Frieden
1830–1918

Eine angeblich typische habsburgische Familieneigenschaft soll die Friedensliebe sein. Die unzähligen Kriege während ihrer Regentschaft widerlegen diese Zuschreibung. Es gehörte zur Erziehung der meisten männlichen Familienmitglieder, sich mit militärischen Aufgaben vertraut zu machen. Erzherzog Albrecht war einer jener Habsburger, die im Anschluss an ihre Ausbildung tatsächlich militärische Karrieren durchliefen und zu Akteuren auf den Schlachtfeldern Europas wurden. In diesen Kriegen kamen unzählige Menschen im Namen der Herrscher zu Tode.

Solferino und Königgrätz wurden im 19. Jahrhundert zu bestimmenden Orten der Geschichte der Donaumonarchie. Hier fanden entscheidende und besonders grausame Schlachten statt. Diese beiden Schauplätze wurden zu negativen Erinnerungsorten, welche mit verhängnisvollen Niederlagen für die Habsburgermonarchie verbunden werden. Trotz dieser Niederlagen war Kaiser Franz Joseph auf Erweiterungen seines Einflussbereiches auf dem Balkan bedacht. Die Donaumonarchie fand schließlich im Ersten Weltkrieg unter dem letzten österreichischen Kaiser Karl I. ihr Ende.

 

Kapitel