Die Verlobung von Kaiser Franz Joseph mit Elisabeth, Prinzessin in Bayern

Lithografie auf Papier, von Vinzenz Katzler nach Anton Ziegler, 1853 

 

Franz Joseph bestieg den Thron bekanntlich sehr jung, mit erst 18 Jahren. Dass hier ein regierender Herrscher auf Brautschau ging, sorgte dafür, dass die Bemühungen Franz Josephs sehr aufmerksam verfolgt wurden.

Die Mutter des Kaisers, Erzherzogin Sophie, nahm die Aufgabe, für ihren jugendlichen Sohn eine passende Braut zu finden, sehr ernst. Im Hintergrund arbeitete hier ein sehr engmaschiges familiäres Netzwerk: Franz Josephs Mutter verfügte dank ihrer Schwestern, die an die wichtigsten Höfe der deutschen Staaten verheiratet waren, über exzellente Kontakte. Franz Josephs späterer Schwiegervater Herzog Max bezeichnete den regen Informationsaustausch spöttisch als „Krinolinengetuschel“.

Sophie gab ihrem Sohn Wahlfreiheit – jedoch innerhalb fest gesetzter Grenzen: Franz Joseph sollte seine zukünftige Gemahlin unter den Töchtern und Nichten von Sophies Schwestern wählen.

Nachdem Franz Joseph an den königlichen Höfen von Dresden und Berlin erfolglos geblieben war, fiel seine Wahl schließlich auf seine Cousine Elisabeth.

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