Wien Museum

Das Wien Museum ist ein urbanes Universalmuseum mit einem breiten Spektrum von Sammlungen und Ausstellungen – von Stadtgeschichte über Kunst bis zu Mode und Alltagskultur, von den Anfängen der Besiedelung bis zur Gegenwart.
Mit dieser generalistischen Ausrichtung und seinem interdisziplinären Potential hat das Wien Museum eine einzigartige Position in der Wiener Museumslandschaft Zum Haupthaus am Karlsplatz gehören eine Fülle an Außenstellen, allen voran die Hermesvilla im Lainzer Tiergarten, das Römermuseum, das Uhrenmuseum und die Musikerwohnungen. Am Beispiel der Stadt Wien werden übergreifende gesellschaftliche, kulturelle und urbane Veränderungen im Vergleich mit anderen Großstädten thematisiert.

Ziel des Museums ist es, beim Blick auf die Geschichte und bei der Arbeit mit den historischen Zeugnissen offen für aktuelle Themen und Fragestellungen zu sein. Grundlage dafür ist die Bewahrung, Erforschung und permanente Neuinterpretation der Sammlungsobjekte und deren Bedeutung im Leben der Menschen. Obwohl sich das Wien Museum nicht primär als Kunst-Institution versteht, ist auch die Befassung mit Kunst und ihren Entstehungsbedingungen Aufgabe des Museums. Ästhetische Phänomene werden in gesellschaftspolitische und kulturgeschichtliche Zusammenhänge gestellt und mit über sie hinausreichenden Fragen ergänzt („Kunst Plus“ als Prinzip).

Die Geschichte der Stadt und ihrer Kulturen wird nicht als homogenisierter Prozess gesehen: Im Sammeln und Ausstellen wird sie als Ergebnis von Lebensweisen, Interessen und Erinnerungen von Menschen unterschiedlicher Herkunft bearbeitet. Künftig wird nach den Prinzipien der radikalen Selektivität und des signifikanten Ausschnitts gesammelt. Die Sammlungen sind auf Wien konzentriert, verstärkt werden sie um Objekte aus dem 20. Jahrhundert erweitert.

Das Wien Museum ist Wissensspeicher und öffentliches Medium. Es bietet Denk- und Reflexionsraum für Alteingesessene, Wien-Neulinge und Kurzzeit-Gäste.

Ihnen allen wird signalisiert:
Wer sich für Wien interessiert, kommt hier der Stadt auf die Spur.

 

Wien Museum
Karlsplatz
1040 Wien
+43-1-505 87 47-0

 

Öffnungszeiten: 

Dienstag bis Sonntag und Feiertag, 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr
Geschlossen: 1.1., 1.5. und 25.12.

 

Standorte

Wien Museum Karlsplatz

Das bietet Ihnen nur das Wien Museum: eine faszinierende Mischung aus Kunst und Geschichte auf drei Etagen, von der Jungsteinzeit bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts.

Frühe Höhepunkte der Sammlung bilden sensationelle archäologische Funde aus dem römischen Legionslager Vindobona, original erhaltene Glasfenster und bedeutende Plastiken aus dem Stephansdom, darunter die berühmten Fürstenfiguren. Waffen und Rüstungen aus dem Wiener Bürgerlichen Zeughaus erzählen ebenso wie die sogenannte “Türkenbeute” von zahlreichen kriegerischen Auseinandersetzungen. Die ältesten Wiener Stadtpläne und zahlreiche Stadtansichten veranschaulichen die bauliche Entwicklung von der mittelalterlichen Bürgerstadt zur Haupt- und Residenzstadt. Zu bewundern sind herausragende Beispiele barocker Malerei in Wien von Franz Anton Maulbertsch, Johann Michael Rottmayr oder Paul Troger.

Eine besondere Stärke des Wien Museums sind Exponate aus dem 19. Jahrhundert. Ausgewählte Möbelstücke, Kleider und kostbares Kunstgewerbe, die rekonstruierte Wohnung des bedeutenden österreichischen Dichters Franz Grillparzer samt originaler Einrichtung, vor allem aber Spitzenwerke der Malerei von Waldmüller, Amerling, Danhauser oder Fendi bieten einen konzentrierten Blick auf das Wiener Biedermeier.
Zwei große Stadtmodelle, die zu den Attraktionen des Wien Museums gehören, verdeutlichen eine heute kaum mehr vorstellbare städtebauliche Zäsur: Wien vor und nach der Schleifung des Glacis und der Errichtung der monumentalen Ringstraßenbauten. Mit Gemälden von Klimt, Schiele, Gerstl und Arnold Schönberg sowie Arbeiten der berühmten Wiener Werkstätte bietet die Dauerausstellung Meisterwerke der Periode “Wien um 1900”.

Eine Sensation für Architekturinteressierte: das Wohnzimmer mit anschließendem Kaminraum aus der Wohnung des legendären Architekten Adolf Loos. Ausgewählte Werke der Malerei in Wien von der Zwischenkriegszeit bis zur zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts führen zur Gegenwart.

 

Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag und Feiertag, 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr
Geschlossen: 1.1., 1.5. und 25.12.

 

Wien Museum Karlsplatz
Karlsplatz
1040 Wien
+43-1-505 87 47-0

 

Hermesvilla

Inmitten des ehemaligen kaiserlichen Jagdgebietes Lainzer Tiergarten liegt idyllisch eingebettet das “Schloss der Träume”, wie Kaiserin Elisabeth ihre Villa einmal nannte. Kaiser Franz Joseph machte sie ihr zum Geschenk, in der Hoffnung, seine reisefreudige Frau damit öfter in Wien halten zu können. In fünfjähriger Bauzeit schuf der bekannte Ringstraßen-Architekt Carl von Hasenauer diesen für viele romantische Landhäuser des Großbürgertums beispielgebenden Bau. Ihren Namen gab der Villa die im Garten stehende Statue “Hermes als Wächter”.

 

Öffnungszeiten
25. März bis 26. Oktober: Dienstag bis Sonntag und Feiertag, 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr

 

Hermesvilla
Lainzer Tiergarten
1130 Wien
+43-1-505 87 47-0

 

Pratermuseum

So speziell wie der Prater selbst ist auch das im Gebäude des Planetariums befindliche Pratermuseum. Eindrucksvoll zeigt es die historischen Veränderungen der schaurig schönen Wiener Unterhaltungskultur.

Vergnüglich und melancholisch zugleich sind Objekte wie der Wahrsageautomat “Internationales Heiraths Vermittlungs Bureau”, die legendäre Bauchrednerpuppe Maxi die Helmut Qualtinger inspirierte!) oder ein Lindwurm aus einer längst abgerissenen Grottenbahn.

Das große Originalmodell der Wiener Weltausstellung von 1873 erinnert einerseits an den Wunsch, sich bestens zu präsentierten und andererseits an einen peinlichen Flop – die Besucher blieben aus, denn die Cholera lag über der Stadt.

Die Zwergerl-Schuhe, der Riesen-Anzug und die Dame ohne Unterleib sind Relikte der Menschenschauen des späten 19. Jahrhunderts, die heute befremden.

Auch Wiens legendäre “starke Männer“ sind in der Schau vertreten.

Öffnungszeiten
Freitag bis Sonntag und Feiertag, 10.00 Uhr bis 13.00 Uhr und 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr
Geschlossen: 1.1., 1.5., 25.12. sowie Oster- und Pfingstmontag und andere Feiertage, die an einen Montag fallen.

 

Pratermuseum
Oswald-Thomas-Platz 1
1020 Wien

 

Uhrenmuseum

Das Uhrenmuseum zählt zu den bedeutendsten Sammlungen seiner Art in ganz Europa.

Hier ticken Sie richtig, die 3000 Uhren aus der Sammlung des Wien Museums. Das Uhrenmuseum mit seinem in Europa einzigartigen Bestand ist in einem bezaubernden Alt-Wiener Innenstadthaus untergebracht, das noch auf mittelalterliche Grundmauern zurückgeht und in unmittelbarer Nähe des Judenplatzes gelegen ist.

Zu jeder vollen Stunde erfüllt das Schlagen, Läuten und Spielen der zahlreichen in Gang gehaltenen Uhren die drei Stockwerke. Sie dokumentieren die Zeitmessung und Uhrentechnik vom 15. Jahrhundert bis in die Gegenwart.

Unterschiedlichste Typen und Modelle aus aller Welt sind im Uhrenmuseum zu sehen: spielerisch-raffinierte Bilderuhren mit versteckten Zifferblättern; reichgeschmückte Kommodenstanduhren die vom gesellschaftlichen Rang ihrer Besitzer erzählen; Taschen- und Anhängeruhren mit üppigem Dekor wie erlesene Schmuckstücke.

Zu den Höhepunkten des Museumsbesuchs zählt die astronomische Kunstuhr von David a Sancto Cajetano aus dem 18. Jahrhundert. In sensationeller Genauigkeit gibt das technische Meisterwerk neben der Uhrzeit auch die Länge des Tages und die Umlaufzeit von Planeten an. Die weltberühmten Laterndluhren sind Zeugen der Blütezeit der Wiener Uhrmacherkunst.

Die kleinste Uhr ist ein “Zappler” und passt unter einen Fingerhut, das schwerste Exemplar ist die Turmuhr des Stephansdoms aus solidem Eisenguss. In vielfältigen Beispielen sind Wiener Biedermeier und Belle Époque repräsentiert.

Der exquisite Bestand des 1917 gegründeten Uhrenmuseums geht im Wesentlichen auf zwei private Sammlungen zurück: diejenige des Mittelschullehrers und ersten Leiter des Hauses, Rudolf Kaftan, sowie auf die besonders wertvolle Sammlung der Schriftstellerin Marie von Ebner-Eschenbach.

Nehmen Sie sich Zeit für einen abwechslungsreichen Spaziergang durch die Kulturgeschichte der Zeitmessung.

 

Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag und Feiertag, 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr
Geschlossen: 1.1., 1.5. und 25.12.

 

Uhrenmuseum
Schulhof 2
1010 Wien
+43-1-505 87 47-0

 

Otto Wagner Pavillon Karlsplatz

Ein Jugendstiljuwel wurde zu neuem Leben erweckt: Im Otto Wagner Pavillon am Karlsplatz ist seit Sommer 2005 eine permanente Dokumentation zu Leben und Werk des großen österreichischen Baukünstlers eingerichtet.

Entstanden ist der Jugendstil-Pavillon 1898 im Zuge der Errichtung der Stadtbahn. Otto Wagner konzipierte zwei identisch gestaltete Portalgebäude. Das Wien Museum nützt heute den westlichen Pavillon, von wo einst die Züge nach Hütteldorf fuhren.

Wagners Gestaltung war revolutionär: Die vielen dekorativen Details machen die Station zu einem Musterbeispiel des Wiener Jugendstils. Metall und Holz wurden in Apfelgrün gestrichen, der Signalfarbe der Stadtbahn. Hinzu kam Gold und edler weißer Marmor an der Außenseite.

Anlässlich der Planung des U-Bahn-Knotens Karlsplatz drohte in den späten 1960er Jahren der Abriss der Pavillons. Es kam zu Protesten, die Stationsgebäude wurden schließlich demontiert und 1977 wieder aufgestellt, jedoch 1,5 m über dem alten Platzniveau. Im westlichen Pavillon wird Otto Wagner endlich die Reverenz erwiesen, die dem großen Baukünstler gebührt – mit der neuen Otto Wagner Dokumentation.

 

Öffnungszeiten
April bis Oktober: Dienstag bis Sonntag und Feiertag, 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr
Geschlossen: 1. Mai sowie Ostermontag und Pfingstmontag
und andere Feiertage, die an einen Montag fallen.

 

Otto Wagner Pavillon Karlsplatz
Karlsplatz
1040 Wien
+43-1-505 87 47-0

 

Otto Wagner Hofpavillon Hietzing

In der Nähe der habsburgischen Sommerresidenz Schloss Schönbrunn steht der 1899 von Otto Wagner vollendete “Pavillon des k.u.k. Allerhöchsten Hofes”. Er diente dem Kaiser und seinen Gästen sowie den Mitgliedern des Hofes als Ein- und Ausstiegsstelle, reisten sie einmal mit der Wiener Stadtbahn. Der Pavillon liegt direkt neben der Stadtbahn-Haltestelle Hietzing. Von hier aus waren sowohl das Stadtzentrum als auch alle wichtigen Bahnhöfe der Haupt- und Residenzstadt Wien bequem und schnell erreichbar.

Der zentrale Raum des Hofpavillons, der Wartesalon des Kaisers, enthielt eine Sitzgarnitur vor einer Wienansicht von Carl Moll. Hier befand sich auch ein Schreibtisch, damit er während der Wartezeit arbeiten konnte. Und von der Loggia aus war es möglich, Depeschen zu versenden.

Öffnung nur auf Anfrage unter Tel.: +43-1-505 87 47-85173

 

Otto Wagner Hofpavillon Hietzing
Schönbrunner Schloßstraße
1130 Wien

 

Römermuseum

Wo sich vor fast 2000 Jahren Offiziershäuser des Lagers Vindobona befanden, kann man heute die römische Stadtgeschichte Wiens erkunden – im neuen Römermuseum am Hohen Markt.
Wie hat das römische Wien ausgesehen?
Wie hat man damals gelebt?

Im Zentrum der Präsentation steht die Blütezeit Vindobona, als über 30.000 Menschen im Wiener Raum lebten: ein buntes Völkergemisch aus Einheimischen und Zuwanderern aus allen Teilen des Römischen Reiches.
Das Legionslager diente zur Sicherung der nördlichen Grenze des Imperiums. Neben militärischen Aufgaben hatten die rund 6000 Soldaten auch administrative und handwerkliche Tätigkeiten zu verrichten.

In Vindobona stand ihnen eine Reihe von Freizeitangeboten zur Verfügung, damit sie nicht auf ihre gewohnten Lebensweisen verzichten mussten – von Tavernen über Thermen und Theater bis hin zu Bordellen.
Das Legionslager war ein bedeutender Wirtschaftsfaktor:

Im Umkreis gab es städtische Siedlungen, die für die Versorgung mit Gebrauchsgegenständen und Lebensmitteln wie Getreide, Speck und Käse wichtig waren. Römische Kulturtechniken und Werthaltungen wurden von der örtlichen Bevölkerung aufgenommen, die ihrerseits auch die Römer beeinflussten. So entstand eine neue Mischkultur, die auch religiöse Bräuche mit einschloss.

Seit dem späten 19. Jahrhundert kommen bei Bauarbeiten Spuren der römischen Vergangenheit Wiens zu Tage.
Die wichtigste Ausgrabung – die Reste der Tribunenhäuser – wurde als Außenstelle des Wien Museums nun zum Römermuseum erweitert.

 

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag und Feiertag, 9.00 Uhr bis 18.00 Uhr
Geschlossen: 1.1., 1.5. und 25.12.

 

Römermuseum
Hoher Markt 3
1010 Wien
+43-1-505 87 47-0

 

Virgilkapelle

Die Virgilkapelle wurde 1973 im Zuge des U-Bahnbaues entdeckt und als Museum in die U-Bahn-Station Stephansplatz integriert. Die unterirdische Kapelle ist einer der best erhaltenen gotischen Innenräume in Wien. Sie entstand um 1250 als “capella subterranea” der Magdalenenkapelle (der Grundriss dieses Kirchleins ist im Straßenpflaster des Stephansplatzes heute noch sichtbar).

Ursprünglich war sie möglicherweise als Begräbniskapelle gedacht. Schon im 14. Jahrhundert verlor sie jedoch diese Bestimmung und diente einer reichen Wiener Kaufmannsfamilie als Gruft. Die Kapelle wurde mit byzantinisch beeinflussten Radkreuzen ausgemalt und mit einem Altar für den hl. Virgil ausgestattet.

Im Vorraum ist eine Keramiksammlung untergebracht, welche die Entwicklung der Wiener Keramik vom 10. bis ins 19. Jahrhundert zeigt.

 

Öffnungszeiten
(Wiedereröffnung voraussichtlich im Sommer 2010)
Dienstag bis Sonntag und Feiertag, 10.00 Uhr bis 13.00 Uhr und 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr
Geschlossen: 1.1., 1.5., 25.12. sowie Oster- und Pfingstmontag und andere Feiertage, die an einen Montag fallen.

 

Virgilkapelle
Stephansplatz (U-Bahn-Station)
1010 Wien
+43-1-505 87 47-0

 

Neidhart Fresken

Die ältesten erhaltenen profanen Wandmalereien in Wien, die Neidhartfresken, befinden sich im Haus Tuchlauben 19. Das Gebäude stammt aus dem 14. Jahrhundert und wurde um 1398 von dem wohlhabenden Wiener Händler Michel Menschein mit einem großzügigen Bilderzyklus ausgestattet. Die Fresken zeigen Szenen aus dem Leben und den Dichtungen des Wiener Minnesängers Neidhart von Reuental (um 1180 - 1240) sowie ein Frühlingsfest und einen Reigen mit Festmahl.

 

Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag und Feiertag, 10.00 Uhr bis 13.00 Uhr und 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr
Geschlossen: 1.1., 1.5., 25.12. sowie Oster- und Pfingstmontag und andere Feiertage, die an einen Montag fallen.

 

Neidhart Fresken
Tuchlauben 19
1010 Wien
+43-1-505 87 47-0

 

 

Beethoven Eroicahaus

Ludwig van Beethoven (1770 - 1827) wohnte im Sommer 1803 im Wiener Vorort Oberdöbling, der damals von Feldern, Gärten und Weinbergen umgeben war. Wie viele wohlhabende Wiener Bürger verbrachte er die Sommerfrische vor den Toren der Stadt.

Hier entstand zwischen Mai und November 1803 ein großer Teil von Beethovens 3. Symphonie, der „Eroica“. Das Werk begründete Beethovens Ruf als Revolutionär der Musik. Es übertrifft alle seine bisherigen Kompositionen an Länge wie auch an Kühnheit und Ideenreichtum.
Ursprünglich Napoleon Bonaparte gewidmet, machte Beethoven die Widmung rückgängig, als er im Dezember 1804 von der Kaiserkrönung des bisherigen Ersten Konsuls von Frankreich erfuhr. Mit Widmungen seiner Kompositionen an die meist hochadeligen Gönner pflegte er seinen Dank für die finanzielle Unterstützung auszusprechen. So war die Waldstein-Sonate, die Klaviersonate op. 53, seinem Förderer Ernst Graf Waldstein (1762 - 1823) zugedacht. Mit dem Tripelkonzert op. 56 (für Violine, Violoncello und Klavier) drückte er seine Verbundenheit mit dem Fürstengeschlecht Lobkowitz aus.

Beide Werke entstanden etwa gleichzeitig zur “Eroica”. Für diese Symphonie reservierte sich Franz Joseph Maximilian Fürst Lobkowitz (1772 - 1816) das Aufführungsrecht für ein halbes Jahr. Sie wurde in seinem Palais uraufgeführt, wo sein Privatorchester sie vor einem kleinen Kreis geladener Gäste zur Anhörung brachte.

 

Öffnung nur auf Anfrage unter Tel. +43-1-505 8747-85173

 

Beethoven Eroicahaus
Döblinger Hauptstraße 92
1190 Wien
+43-1-505 8747-85173

 

 

Beethoven Wohnung Heiligenstadt

Heiligenstadt war im frühen 19. Jahrhundert eine selbständige Weinhauer-Ortschaft. Ihren wirtschaftlichen Aufschwung verdankte sie einer Badeanstalt, die sich auf dem Gelände des heutigen Heiligenstädter Parks befand. Das Bad wurde von einer mineralhaltigen Quelle gespeist, welche wegen ihrer Heilkraft zahlreiche Kurgäste anlockte, darunter auch die Prominenz des Wiener Kulturlebens.

Ludwig van Beethoven suchte hier Heilung oder zumindest Besserung seines Gehörleidens. Das Haus in der ehemaligen Herrengasse 6 ist der mündlichen Überlieferung nach mit einem erschütternden Zeugnis Beethovens verbunden. Hier verfasste er 1802 jenen an seinen Bruder gerichteten, jedoch nie abgesandten Brief, in welchem er seiner Verzweiflung über seine fortschreitende Taubheit Ausdruck verlieh, das „Heiligenstädter-Testament“.

Beethoven schrieb in diesem Haus an der 2. Symphonie, an den Klaviervariationen op. 34 und 35 sowie Teile der drei Klaviersonaten op. 30.

 

Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag und Feiertag, 10.00 Uhr bis 13.00 Uhr und 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr
Geschlossen: 1.1., 1.5., 25.12. sowie Oster- und Pfingstmontag und andere Feiertage, die an einen Montag fallen.

 

Beethoven Wohnung Heiligenstadt
Probusgasse 6
1190 Wien
+43-1-505 87 47-0

 

Beethoven Pasqualatihaus

Ludwig van Beethoven (1770 – 1827) lebte mit Unterbrechungen insgesamt acht Jahre in dem Haus seines Gönners Johann Baptist Freiherr von Pasqualati auf der Mölkerbastei. Das erste größere Werk, das der Komponist hier komponierte, war die Oper “Leonore”, die später gegen Beethovens Willen in “Fidelio” umbenannt wurde. Das Pasqualati-Haus besteht seit 1791 in seiner heutigen Form.

Im Pasqualati-Haus wurden mit Sicherheit die 5. und 6. Symphonie ausgearbeitet, mit der sich Beethoven während seiner Sommeraufenthalte in Baden und Heiligenstadt beschäftigt hatte. Später entstand hier das kleine aber wohlbekannte Klavierwerk “Für Elise”. In die späteren Aufenthalte fällt auch die Komposition des Streichquartetts op. 95, des Klaviertrios op. 97, der 7. und 8. Symphonie sowie der Violinsonate op. 96.

Bettina Brentano besuchte Beethoven mehrmals während seines zweiten Aufenthalts im Pasqualati-Haus und hielt ihre Eindrücke in ihrem Briefroman “Goethes Briefwechsel mit einem Kinde” fest. Das Interesse der beiden Persönlichkeiten aneinander ist ohne Zweifel durch Brentanos Vermittlung gefördert worden, stimuliert noch durch Beethovens Arbeit an der Egmont-Musik, die in diese Zeit fällt.

 

Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag und Feiertag, 10.00 Uhr bis 13.00 Uhr und 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr
Geschlossen: 1.1., 1.5., 25.12. sowie Oster- und Pfingstmontag und andere Feiertage, die an einen Montag fallen.

 

Beethoven Pasqualatihaus
Mölker Bastei 8
1010 Wien
+43-1-505 87 47-0

 

Haydnhaus

Joseph Haydn (1732-1809) verbrachte seine letzten zwölf Jahre in Gumpendorf, damals noch äußerste Vorstadt von Wien. Er erwarb sein Wohnhaus zwischen seinen Englandreisen, erweiterte es um ein Stockwerk und bezog es 1797 im Alter von 65 Jahren. Hier starb er auch am 31. Mai 1809. Anlässlich des 200. Todestages 2009 wurde die Dauerausstellung im Haydnhaus komplett neu gestaltet. Im Fokus stehen die letzten Lebensjahre des Komponisten, sie werden mit dem politischen und sozialen Umfeld seiner Zeit verknüpft. Der Garten des Hauses wurde nach historischen Vorbildern rekonstruiert und ist erstmals für Besucher/innen zugänglich – eine Grünoase unweit der belebten Mariahilfer Straße.

 

Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag und Feiertag, 10.00 Uhr bis 13.00 Uhr und 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr
Geschlossen 1.1., 1.5. und 25.12. sowie Oster- und Pfingstmontag und andere Feiertage, die an einen Montag fallen.

 

Haydnhaus
Haydngasse 19
1060 Wien
+43-1-505 87 47-0

 

Schubert Geburtshaus

In seinem Geburtshaus in der Nußdorfer Straße hatte Franz Schubert die ersten viereinhalb Lebensjahre verbracht. In der Wohnung, in der er starb, hielt er sich lediglich zweieinhalb Monate auf. Zwischen diesen beiden Orten liegt das kurze, jedoch durch die Fülle und Neuartigkeit seines Werkes vollendete Leben eines Mannes, der neben und nach Beethoven einer der ersten Komponisten war, der ausschließlich von seinen Werken leben konnte. “Ich bin für nichts als das Komponieren auf die Welt gekommen,” soll Franz Schubert einmal einem Freund gegenüber geäußert haben. Die Dokumentation seines Lebens in den beiden seinem Andenken gewidmeten Gedenkstätten möchte diesen Anspruch illustrieren.

Im Haus in der Nußdorfer Straße 54, wo Franz Schubert in der Küche der kleinen Wohnung am 31. Jänner 1797 geboren wurde, verbrachte er die ersten viereinhalb Jahre seines Lebens. Hier wird  der größte Teil seiner Biographie veranschaulicht und dokumentiert: Schuberts Ausbildung, seine musikalische Entwicklung, seine Familie und Freunde.
Neben den berühmtesten zeitgenössischen Schubert-Porträts von Wilhelm August Rieder, Moritz von Schwind und Leopold Kupelwieser ist als herauszuhebender Gegenstand Franz Schuberts Brille, gleichsam sein “Markenzeichen”, ausgestellt.

Die letzte Zeit vor seinem Tod im November 1828 lebte Franz Schubert in der Wohnung seines Bruders Ferdinand in der Kettenbrückengasse. Ergänzend wird in der Gedenkstätte in der Kettenbrückengasse über Schuberts Lebensende berichtet. Hier werden seine letzten musikalischen Entwürfe, der letzte eigenhändig geschriebene Brief, sowie die ebenfalls in schriftlichen Zeugnissen manifestierten sorgenden Bemühungen seiner Verwandten im Zusammenhang mit seinem Tod gezeigt.

In beiden Gedenkstätten hat der Besucher die Möglichkeit, Franz Schubert auch durch eine ganze Reihe von Tonbeispielen näher kennen zu lernen.

 

Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag und Feiertag, 10.00 Uhr bis 13.00 Uhr und 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr
Geschlossen: 1.1., 1.5. und 25.12. sowie Oster- und Pfingstmontag und andere Feiertage, die an einen Montag fallen.

 

Schubert Geburtshaus
Nußdorfer Straße 54
1090 Wien
+43-1-505 87 47-0

 

Schubert Sterbewohnung

In seinem Geburtshaus in der Nußdorfer Straße hatte Franz Schubert die ersten viereinhalb Lebensjahre verbracht. In der Wohnung, in der er starb, hielt er sich lediglich zweieinhalb Monate auf. Zwischen diesen beiden Orten liegt das kurze, jedoch durch die Fülle und Neuartigkeit seines Werkes vollendete Leben eines Mannes, der neben und nach Beethoven einer der ersten Komponisten war, der ausschließlich von seinen Werken leben konnte. “Ich bin für nichts als das Komponieren auf die Welt gekommen,” soll Franz Schubert einmal einem Freund gegenüber geäußert haben. Die Dokumentation seines Lebens in den beiden seinem Andenken gewidmeten Gedenkstätten möchte diesen Anspruch illustrieren.

Im Haus in der Nußdorfer Straße 54, wo Franz Schubert in der Küche der kleinen Wohnung am 31. Jänner 1797 geboren wurde, verbrachte er die ersten viereinhalb Jahre seines Lebens. Hier wird  der größte Teil seiner Biographie veranschaulicht und dokumentiert: Schuberts Ausbildung, seine musikalische Entwicklung, seine Familie und Freunde.
Neben den berühmtesten zeitgenössischen Schubert-Porträts von Wilhelm August Rieder, Moritz von Schwind und Leopold Kupelwieser ist als herauszuhebender Gegenstand Franz Schuberts Brille, gleichsam sein “Markenzeichen”, ausgestellt.

Die letzte Zeit vor seinem Tod im November 1828 lebte Franz Schubert in der Wohnung seines Bruders Ferdinand in der Kettenbrückengasse. Ergänzend wird in der Gedenkstätte in der Kettenbrückengasse über Schuberts Lebensende berichtet. Hier werden seine letzten musikalischen Entwürfe, der letzte eigenhändig geschriebene Brief, sowie die ebenfalls in schriftlichen Zeugnissen manifestierten sorgenden Bemühungen seiner Verwandten im Zusammenhang mit seinem Tod gezeigt.

In beiden Gedenkstätten hat der Besucher die Möglichkeit, Franz Schubert auch durch eine ganze Reihe von Tonbeispielen näher kennen zu lernen.

 

Öffnungszeiten
Mittwoch und Donnerstag, 10.00 Uhr bis 13.00 Uhr und 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr
Geschlossen: 1.1., 1.5., 25.12.

 

Schubert Sterbewohnung
Kettenbrückengasse 6
1040 Wien
+43-1-505 87 47-0

 

Johann Strauß Wohnung

Johann Strauß (1825 – 1899) war der erfolgreichste Spross der Walzerdynastie und als solcher zwangsläufig der härteste Konkurrent seines Vaters. Er begann seine Karriere als Komponist und Dirigent von Tanz- und Marschmusik, später verhalf er auch dem Genre der Operette zu glanzvollen Höhepunkten.

Als ein im modernen Sinn des Wortes internationaler Star unternahm er Tourneen quer durch Europa, darunter nach Russland, und sogar nach Amerika.
Nicht zuletzt wegen seines Talents, sich publikumswirksam zu präsentieren, wurde er zum erklärten Liebling seiner Epoche; bei ihm tolerierte man sogar das eher turbulente Privatleben, wobei drei Ehen mit sehr unterschiedlichen Frauen die Boulevardpresse mit entsprechendem Stoff versorgten. Zur Leopoldstadt besaß Johann Strauß (Sohn) von Kindheit an ein enges Verhältnis. Im Haus „Zum goldenen Hirschen“ in der heutigen Taborstraße 17 wohnten die Eltern und Geschwister, später auch die Schwägerinnen und deren Kinder. Nach der Eingemeindung der Leopoldstadt in die „Großkommune Wien“  im Jahre 1860 änderte der Bezirk binnen kurzem sein Aussehen. Johann Strauß Sohn lebte in der kurz zuvor zur mondän-eleganten Praterstraße ausgebauten ehemaligen Jägerzeile in den Jahren 1863 bis 1870.

Die wichtigste mit dem Haus Nr. 54 verbundene Komposition ist  das als „inoffizielle österreichische Hymne“ bezeichnete Opus 314, der Walzer „An der schönen blauen Donau“. Er feierte im nahe gelegenen, inzwischen nicht mehr bestehenden Dianasaal am 15. Februar 1867 in einer heute ungewöhnlich anmutenden Fassung – von einem Männerchor gesungen – seine Premiere.

Zu den zahlreichen Exponaten der Gedenkstätte gehört  eine kostbare Amati-Geige, welche einem Zertifikat von 1911 zufolge aus dem Besitz des Walzerkönigs stammt.

 

Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag und Feiertag, 10.00 Uhr bis 13.00 Uhr und 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr
Geschlossen: 1.1., 1.5., 25.12. sowie Oster- und Pfingstmontag und andere Feiertage, die an einen Montag fallen.

 

Johann Strauß Wohnung
Praterstraße 54
undefined en
+43-1-505 87 47-0

 

Bibliothek der Modesammlung

Die Modesammlung des Wien Museums zählt zu den umfangreichsten Kostümsammlungen Europas mit einem Bestand von über 20.000 Exponaten. Der Schwerpunkt der Sammlung liegt in der Damen-bekleidung des 19. und 20. Jahrhunderts, insbesondere finden sich hier Gesellschafts-, Abend- und Ballkleider. Um eine kontinuierliche Entwicklung der Kostümgeschichte anhand von Originalen zeigen zu können, wird die Sammlung laufend erweitert.
Gesammelt werden Damen-, Herren-, Kinder- und Sportbekleidung samt den modischen Accessoires wie Fächer, Handtaschen, Hand-schuhe, Hüte, Schals, Schirme, Spazierstöcke, Strümpfe, Taschen-tücher, Modeschmuck.

Doch auch längst vergessene Dinge gehören zu den Ausstellungs-stücken, etwa Schuhknöpfler, Handschuhspanner, Fingerspitzenformer, Bauchbinden, Mieder, Chapeau Claque, Schlittschuhkufen, Riech-fläschchen, Pagen, Handschirme und Strumpfzauber.

Ebenso werden fragile Damenwäsche aus der Zeit der Jahr-hundertwende und der 20er Jahre gezeigt, Kreuzbandschuhe aus der Biedermeierzeit, Knöpfelstiefeletten aus dem Historismus, verschiedene Brautkleider sowie Kreationen der Wiener Modeschöpfer W.F. Adlmüller, Gertrude Höchsmann und Adele List. Stick-, Strick- und Häkelmuster, Knöpfe und Textilmuster ergänzen die Auswahl.
Die Modesammlung des Wien Museums wurde nach dem Zweiten Weltkrieg von Professor Alfred Kunz gegründet, dem ersten Direktor der Modeschule der Stadt Wien. 1954 wurden die Bestände der Städtischen Sammlungen und die Privatsammlung von Professor Kunz zur Modesammlung des Historischen Museum der Stadt Wien (heute Wien Museum) zusammengefasst.

Zur Modesammlung gehört eine ständig wachsende Bibliothek mit mehr als 12.000 Bänden zum Thema Mode, Kunst- und Kulturgeschichte. Hier sind auch Fotos, Modejournale von 1786 bis heute und etwa 3.000 Modekupferstiche aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu finden.

 

Öffnungszeiten
Modesammlung nicht öffentlich zugänglich!
Bibliothek: Montag bis Freitag, 8.00 Uhr bis 16.00 Uhr

 

Bibliothek der Modesammlung
Hetzendorfer Straße 79
1120 Wien
+43-1-505 87 47-0

 

 

Römische Baureste Am Hof

Zu der reichen Sammlung an römischen Altertümern aus dem Legionslager und der Zivilstadt des römischen Vindobona gehören auch die Baureste Am Hof. Im Keller der heutigen Feuerwehrzentrale ist in originaler Lage ein Stück des Lagerhauptkanals zu besichtigen.

Dieser Teil des Kanals nahm vermutlich die Abwässer aus dem südlichen Lager auf und führte sie in den Tiefen Graben zum Ottakringerbach. Der Kanal begleitete den Wall an der Innenseite des Legionslagers. Er verlief direkt unter der Wallbegleitstraße, der Via Sagularis.
Die Kanalsohle ist mit Dachziegeln (sogenannten Leistenziegen) ausgelegt. Je zwei Ziegel kommen in der Mitte des Kanals mit den Leisten nebeneinander zu liegen. Die Ziegel sind gestempelt und tragen, wie ein ausgestelltes Exemplar zeigt, den Stempel der XIII. Legion in Form einer Schrifttafel (Tabula ansata). Am Ende des Stempels stehen die Initialen des Unteroffiziers (centurio), der die Herstellung der Ziegel beaufsichtigte.

Die Kanalmauern sind an keiner Stelle in der originalen Höhe erhalten, die ursprünglich etwa 1,80 m betrug. Der obere Abschluss war flach und mit Platten gedeckt. In regelmäßigen Abständen waren Kanalgitter aus Stein angebracht. Die Öffnungen hatten die Form einer Rosette mit einem erhöhten Knauf in der Mitte. Ein Zementabguss ist in einer Ecke des Raumes aufgestellt. Er gehörte vermutlich zum Kanalsystem der Lagerhauptsraße (Via principalis).

 

Wegen Restaurierung bis auf weiteres geschlossen!

 

Römische Baureste Am Hof
Am Hof (Feuerwehrzentrale)
1010 Wien

 

 

Ausgrabungen Michaelerplatz

Zwischen 1989 und 1991 wurde der Michaelerplatz großflächig archäologisch untersucht. Neben mittelalterlichen und neuzeitlichen Resten wurden bei den Grabungen auch Reste der römischen Lagervorstadt (Canabae) aufgefunden.

Die Lagervorstadt diente den Frauen und Kindern der Soldaten als Wohnstätte. Offiziell durfte der römische Legionär bis ins dritte Jahrhundert nicht verheiratet sein.
In der Regel lebte er mit seiner Lebensgefährtin im Konkubinat. Die Freizeit verbrachte er bei seiner Familie in der Canabae, in der sich neben Läden und Schenken oft auch Bordelle befanden.

Seit dem Ende des ersten Jahrhunderts n. Chr. verliefen zwei Straßenzüge über den Kohlmarkt und den Michaelerplatz. Hier kreuzte sich die Bernsteinstraße, die aus dem Raum Aquae (Baden bei Wien) kam, mit der an der Donau entlangführenden Limesstraße.

An der Kreuzung wurden Reste von vier verschiedenen Häusern gefunden, die vermutlich als Fachwerkhäuser gebaut waren. Die Gebäude, die bis in das 5. Jahrhundert bewohnt waren, wurden im Verlauf der Zeit mehrmals umgebaut. Von dem östlich der Straßenkreuzung liegenden Haus weiß man, dass es eine Vorhalle besaß, in die nachträglich eine Verkaufsbude eingebaut wurde.

Es war mit einer Fußbodenheizung und einer Wandheizung ausgestattet und mit Fresken ausgemalt, wie ein kleiner Freskenrest mit Weinranken zeigt.
Westlich der Straßenkreuzung wurde ein Fundament gefunden, das darauf hinweisen könnte, dass sich hier ein pfeilerartiges Ehrengrab oder Monument erhoben hat.

Über das Ende der Siedlung vor dem Legionslager ist nichts bekannt. Sie dürfte ein erstes Mal in den Markomannen- und Quadenkriegen (168 –180 n.Chr.) zerstört worden sein.

Das genaue Datum des Endes ist nicht mehr feststellbar, da die obersten römischen Schichten wahrscheinlich schon für den Bau des mittelalterlichen Witmarktes abgetragen worden sind.

Die Anlage wurde im Jahre 1991 von dem bekannten österreichischen Architekten Hans Hollein gestaltet.

 

Jederzeit zugänglich!

 

Ausgrabungen Michaelerplatz
Michaelerplatz
1010 Wien

 

Mozartwohnung

Die Mozartwohnung in der Domgasse Nr. 5, eine Außenstelle des Wien Museums, ist seit 27. Jänner 2006 Teil des neuen “Mozarthaus Vienna”. Die einzig erhaltene Wohnung des Komponisten wurde neu gestaltet und bietet eine spielerische Mozart-Spurensuche mit pointiert ausgewählten Referenzobjekten.

Öffnungszeiten
Täglich, 10.00 Uhr bis 19.00 Uhr

 

Mozartwohnung
Domgasse 5
1010 Wien