Mariazell 1526–1648

Der obersteirische Wallfahrtsort Mariazell geht auf eine im 12. Jahrhundert errichtete Klosterzelle des Benediktinerstiftes St. Lambrecht zurück, die sich zu einem bedeutenden Ort der Marienverehrung in Mitteleuropa entwickelte, in deren Zentrum die spätromanische Gnadenstatue der Muttergottes steht.

Die erste Kapelle wurde um 1200 von Markgraf Heinrich I. von Mähren errichtet. Diese wurde im 14. Jahrhundert dank einer Stiftung von König Ludwig I. von Ungarn zu einer gotischen Hallenkirche ausgebaut. In der Barockzeit wurde die Mariazeller Basilika dank habsburgischer Unterstützung zum wichtigsten Wallfahrtsort der Monarchie und großzügig erweitert. Die Mariazeller Gnadenstatue wurde als Verkörperung der „Magna Mater Austriae“ (lateinisch: Große Mutter Österreichs) zum Staatsheiligtum der habsburgischen Monarchie.

 

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