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Genusswelten
Bitteres und Süßes von nah und fern
1500–1739

Mit der ‚Entdeckung‘ und Kolonialisierung Amerikas kamen neue Genussmittel wie Schokolade, Zucker und Tabak nach Europa und breiteten sich zunächst in den Hafenstädten und Metropolen der Kolonialmächte aus. Tee und Kaffee wurden aus dem asiatischen bzw. arabischen Raum eingeführt. Während Wein, Hopfen und später auch Tabak in Europa angebaut werden konnten, deshalb billiger herzustellen und für breitere Bevölkerungsschichten zugänglich waren, mussten Kaffee und Co. weiterhin aus wärmerem Klima importiert werden. Dementsprechend galten sie als Luxusartikel und Prestigeobjekte, die sich nur die Angehörigen der höfischen, adeligen und bürgerlichen Oberschichten leisten konnten. Manche der Produkte wurden auch wegen ihren medizinischen Wirkungen geschätzt.

 

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