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Reisen und Wandern im Dienste der Monarchie
1500–1740

Reisen war in der Frühen Neuzeit ein beschwerliches Unterfangen, da es kaum verkehrstüchtige Reiserouten gab. Während privilegierte Bevölkerungsschichten Bildungsreisen durch Europa unternahmen und die Jesuiten ihre missionarische Tätigkeit in die ganze Welt ausbreiteten, bewegte sich der Großteil der Bevölkerung zu Fuß im regionalen Raum fort. Wandern war oftmals ein wichtiger Teil des Berufes: MarktgeherInnen und WanderhändlerInnen etwa kauften und verkauften ihre Waren am regionalen Markt, Boten überbrachten Nachrichten von einer Stadt zur anderen. Aber nicht jede Fortbewegung geschah freiwillig: Menschen aus krisengeschüttelten Gebieten, etwa im Osten des Habsburgerreiches, verließen ihre Heimat, um anderswo eine Existenz aufzubauen.

 

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