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Herrschafts.Zeiten III
Die Vorgeschichte des habsburgischen Aufstiegs
1404–1500

Mitte des 15. Jahrhunderts übernahmen die Habsburger die römisch-deutsche Königswürde und gaben sie – bis auf wenige Jahre Unterbrechung – bis zum Untergang des Heiligen Römischen Reiches 1806 nicht mehr ab. Doch die dominante Rolle, die die Habsburger in den folgenden Jahrhunderten in der Geschichte Mitteleuropas spielten, war damals noch nicht vorgezeichnet: Im Spätmittelalter stritten die Männer der Familie untereinander um Machtbefugnisse.

Kaiser Friedrich III. wurde als einziger Habsburger in Rom vom Papst gekrönt. Er war mit einer Regierungsdauer von 53 Jahren der längstdienende Regent des Heiligen Römischen Reiches – jedoch auch einer der schwächsten. Unter seinem Sohn Maximilian I. begann der Aufstieg der Habsburger zu einer der bestimmenden Mächte Europas: Er einte die habsburgischen Erblande, erweiterte das Herrschaftsgebiet der Familie und wurde zu einem mächtigen Regenten.

 

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