Virgilkapelle

Die Virgilkapelle wurde 1973 im Zuge des U-Bahnbaues entdeckt und als Museum in die U-Bahn-Station Stephansplatz integriert. Die unterirdische Kapelle ist einer der best erhaltenen gotischen Innenräume in Wien. Sie entstand um 1250 als „capella subterranea“ der Magdalenenkapelle (der Grundriss dieses Kirchleins ist im Straßenpflaster des Stephansplatzes heute noch sichtbar).

Ursprünglich war sie möglicherweise als Begräbniskapelle gedacht. Schon im 14. Jahrhundert verlor sie jedoch diese Bestimmung und diente einer reichen Wiener Kaufmannsfamilie als Gruft. Die Kapelle wurde mit byzantinisch beeinflussten Radkreuzen ausgemalt und mit einem Altar für den hl. Virgil ausgestattet.

Im Vorraum ist eine Keramiksammlung untergebracht, welche die Entwicklung der Wiener Keramik vom 10. bis ins 19. Jahrhundert zeigt.

 

Öffnungszeiten
(Wiedereröffnung voraussichtlich im Sommer 2010)
Dienstag bis Sonntag und Feiertag, 10.00 Uhr bis 13.00 Uhr und 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr
Geschlossen: 1.1., 1.5., 25.12. sowie Oster- und Pfingstmontag und andere Feiertage, die an einen Montag fallen.

 

Virgilkapelle
Stephansplatz (U-Bahn-Station)
1010 Wien
+43-1-505 87 47-0